Krefeld Pinguine unterliegen Towerstars nach Verlängerung

Die Krefeld Pinguine haben sich am Sonntag im zweiten Spiel des Playoff-Halbfinals der DEL 2 in Ravensburg nach einem schwachen Mitteldrittel eindrucksvoll zurückgekämpft, mussten sich am Ende jedoch in der Verlängerung mit 5:6 geschlagen geben. Damit gleichen die Towerstars die Best-of-Seven-Serie aus. Beide Teams starteten engagiert in die Partie, doch es waren die Pinguine, die […]

Die Krefeld Pinguine haben sich am Sonntag im zweiten Spiel des Playoff-Halbfinals der DEL 2 in Ravensburg nach einem schwachen Mitteldrittel eindrucksvoll zurückgekämpft, mussten sich am Ende jedoch in der Verlängerung mit 5:6 geschlagen geben. Damit gleichen die Towerstars die Best-of-Seven-Serie aus.

Beide Teams starteten engagiert in die Partie, doch es waren die Pinguine, die das erste Drittel effektiv für sich gestalteten. Felix Bick wurde früh geprüft, hielt aber stark. In der 10. Minute nutzten die Gäste ihr erstes Powerplay eiskalt aus: Yushiroh Hirano täuschte einen Schuss an und legte stattdessen perfekt auf Lucas Lessio ab, der per One-Timer zum 1:0 traf.

Die Pinguine blieben am Drücker und belohnten sich kurz vor der Pause erneut. Wieder war Hirano der Schlüsselspieler, als er einen Schuss von Davis Vandane unhaltbar zum 2:0 ins Netz abfälschte (18.). Die Towerstars trafen bis dahin zwei Mal den Pfosten, doch Krefeld nahm eine unter dem Strich verdiente Führung mit in die Kabine.

Was dann folgte, war ein Drittel zum Vergessen für die Pinguine. Ravensburg kam mit Schwung aus der Kabine und nutzte in der 24. Minute ein Powerplay durch Robbie Czarnik zum Anschlusstreffer. Nur eine Minute später fälschte Nick Latta einen Schuss von Julian Eichinger zum 2:2 ab.

Die Pinguine waren sichtlich verunsichert, und es kam noch schlimmer. Ein unnötiger Scheibenverlust führte zur nächsten Strafe, und die Towerstars nutzten auch dieses Powerplay eiskalt: Louis Latta stocherte einen Abpraller über die Linie (27.). Plötzlich lag Krefeld zurück.

Ein Powerplaytor von Erik Karlsson und ein abgefälschter Distanzschuss von Simon Sezemsky (31. und 39.) sorgten dafür, dass Ravensburg das Mitteldrittel mit fünf Toren dominierte und mit einer 5:3-Führung in die zweite Pause ging.

Trotz des Rückschlags bewiesen die Pinguine Moral und gaben das Spiel nicht verloren. Lucas Lessio brachte Krefeld in der 32. Minute mit seinem zweiten Treffer des Abends zum zwischenzeitlichen 4:3-Anschlusstreffer wieder heran.

Mit der Schlussoffensive gelang den Pinguinen im letzten Drittel doch noch der Ausgleich. In der 51. Minute stand Alexander Weiß goldrichtig und fälschte einen Schuss von Vandane unhaltbar ins Netz ab – 4:5! Nun war Ravensburg plötzlich verunsichert, und Krefeld setzte nach. In der 54. Minute sorgte Philipp Kuhnekath mit einem starken Abschluss aus spitzem Winkel für den umjubelten 5:5-Ausgleich.

Nach der furiosen Aufholjagd ging es in die Verlängerung. Beide Teams agierten vorsichtig, bis in der 63. Minute eine Unachtsamkeit die Entscheidung brachte: Matt Santos setzte sich hinter dem Tor gegen Davis Vandane durch und überraschte Felix Bick mit einem schnellen Abschluss durch die Beine zum 6:5-Endstand.

Die Pinguine zeigten einmal mehr ihr Kämpferherz und bewiesen, dass sie nach Rückschlägen nicht aufgeben. Doch das zweite Drittel kostete letztlich den Sieg. Damit steht die Serie nach zwei Spielen 1:1 – und die Entscheidung über die Finalteilnahme bleibt völlig offen. Am Freitag haben die Pinguine in der heimischen Yayla-Arena die Chance, die Führung zurückzuerobern.