König-Palast Krefeld DEL - Deutsche Eishockey Liga

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DEL - Hauptrunde >>> Kader Krefeld Pinguine

 
Name: Jim Fahey
Nation: USA
Geburtstag: 11.05.1979 (31)
Position: Verteidiger
Nummer: 3
Grösse: 183 cm
Gewicht: 102 kg
Profil Jim Fahey

Ein wichtiger Eckpfeiler für die Defensive der Pinguine wird auch in der kommenden Saison Jim Fahey sein. Der am 11. Mai 1979 in Boston, Massachusetts (USA) geborene Verteidiger bringt bei 1,82m Körpergröße ganze 92 kg auf die Waage und verfügt über die Erfahrung von knapp 100 Einsätzen in der amerikanischen Profiliga NHL. Als rechts schießender Verteidiger gehört er außerdem zu einer Gattung, die Teamverantwortliche auf der ganzen Welt stets händeringend suchen. Jim könnte dadurch auch in der kommenden Saison eine wichtige Rolle im Powerplay spielen und viel Eiszeit bekommen, zumal das erste Jahr der Eingewöhnung an europäisches Eishockey jetzt hinter ihm liegt. Und viele Nordamerikaner blühen bekanntlich erst in ihrer zweiten Europasaison so richtig auf...

Karrierestart in der NCAA

Nachdem er im Alter von 18 Jahren seine Highschool-Karriere mit überragenden offensiven Werten (12 Tore und 44 Punkte aus 24 Spielen - als Verteidiger!) so wie vier Staatsmeisterschaften in Serie (!) abgeschlossen hatte, wählte Jim den Weg über das College. Hier bieten sich für Sportler in den USA optimale Bedingungen. Außerdem kann man neben der sportlichen Karriere auch die Bildung abseits des Eises voranbringen und sich ein zweites Standbein schaffen. Der Verteidiger blieb seiner Heimatstadt treu und studierte auf der Northeastern University in Boston Bauingenieurwesen. Für die Huskies, das Team der Northeastern, war er praktisch vom Start weg Leistungsträger. Auf Basis seiner starken Highschool-Leistungen allerdings wurde er schon vor seinem ersten NCAA-Spiel von den San Jose Sharks in Runde 8 an Position 212 gedraftet! So ging er mit viel Selbstvertrauen auf die Universität und konnte in der Saison 1998/99 in 32 Spielen auch gleich 5 Tore und 18 Punkte bei 34 Strafminuten verbuchen. Damit war er bereits in seiner Rookie-Saison zweitbester Verteidiger des Teams. Im folgenden Jahr dann entwickelte er sich zum eingeschränkten Topdefender des Teams. 36 Einsätze, 3 Tore und 20 Punkte bei 62 Strafminuten lautete seine beeindruckende Bilanz. Damit lag er um 7 Zähler besser als der zweitbeste Blueliner des Teams. Diesen Abstand hielt er auch im folgenden Jahr bei. in wiederum 36 Partien kam er auf 4 Treffer und 27 Zähler, sowie +6, und gehörte damit schon zu den offensivstärksten Verteidigern der Liga. Diese Leistung brachte ihm erstmals in seiner College-Karriere eine Allstar-Nominierung ein. Er wurde ins "Hockey East second Allstarteam" gewählt und somit als einer der vier besten Verteidiger der Liga ausgezeichnet!

Etablierung als NCAA Topstar und Wechsel ins Profi-Lager

In seinem letzten Jahr für die Huskies dann schaffte er den endgültigen Durchbruch als absoluter Topspieler. Er kam wiederum in allen der diesmal 39 Spiele seines Teams zum Einsatz - damit verpasste er in seinen vier College-Jahren nur ganze zwei Spiele (!) - und wurde mit 14 Toren und 46 Punkten zweitbester Verteidiger der Liga und Topscorer seines Teams. Seine +/- betrug auch diesmal +5 und er verbuchte 50 Strafminuten. Diese starken Leistungen brachten ihm Nominierungen sowohl zum "Hockey East first Allstarteam" als auch zum "All American first Allstarteam" ein. Noch wichtiger, er war unter den letzten drei Spielern zur Wahl des "Hobey Baker awards", mit dem der beste College-Spieler ausgezeichnet wird. Hier unterlag er allerdings dem heutigen Colorado Avalanche-Verteidiger Jordan Leopold. Es gab sogar Stimmen beispielsweise in einem NHL-Special des Fernsehsenders FOX, die ihn an diesem Punkt seiner Karriere mit Ray Bourque, einem der besten Verteidiger aller Zeiten verglichen! All dies reichte den San José Sharks aus, um ihn im Sommer 2002 unter Vertrag zu nehmen. Natürlich musste er sich zunächst seine Sporen in der AHL verdienen. Doch überragende 3 Tore und 17 Punkte aus nur 25 Spielen für die Cleveland Barons reichten, um ihm früh im Jahr seine erste NHL-Chance zu verdienen. Und diese nutze er! in 43 Spielen kam er auf ein Tor und 20 Punkte. Damit war er, obwohl er nur die halbe NHL-Saison absolviert hatte, punktbester Rookie-Verteidiger der Liga und wurde als Bester Neuling der Sharks ausgezeichnet. Er schien auf dem Weg zu einem Topstar in der NHL.

Rückschlag nach Lungenentzündung

Doch schon ganz zu Beginn der Saison 2003/04 warf ihn eine schwere Lungenentzündung weit zurück. Er musste sich zunächst wieder in der AHL beweisen, was er auch mit einem Tor und 19 Punkten aus 32 Spielen durchaus tat. Doch es war schwer für ihn, wieder in den Kader der Sharks zu kommen. In Tom Preissing, Christian Ehrhoff und Rob Davison verfügten die Sharks über gleich drei neue, junge Blueliner, die sich durch gute Leistungen ebenfalls den Platz im Team verdient hatten. So kam Jim letztlich nur auf 15 Spiele mit zwei Vorlagen. Natürlich wollte er im Jahr 2004/05 wieder angreifen, doch er kam wieder nur in Cleveland zum Einsatz. Besonders Ehrhoff und Preissing hatten ihn hinter sich gelassen und somit nutzten ihm auch seine 4 Tore und 26 Punkte aus 69 Spielen für die Barons nichts, denn es gab einfach keinen freien Kaderplatz im NHL-Team. Sogar, sein Spiel wesentlich physischer zu gestalten (was 146 Strafminuten, der mit Abstand höchste Wert seiner Karriere beweisen) überzeugte die Verantwortlichen nicht ausreichend. Dieses Schicksal, dauerhaft in der AHL zu stehen, blieb ihm im folgenden Jahr aufgrund der Regularien erspart. Die Sharks konnten ihn nicht mehr in die AHL schicken, ohne zu riskieren ihn über "Waivers", also ohne Gegenleistung, an ein anderes Team zu verlieren. So war er der 7. Verteidiger der Kalifornier und kam auf 21 Einsätze in der Saison 2005/06. Natürlich fehlte ihm vor allem Spielpraxis, so dass er nicht über 2 Vorlagen hinauskam. Dennoch verlängerten die Sharks im Sommer 2006 seinen auslaufenden Vertrag, gaben ihn allerdings kurz darauf zusammen mit Alex Korolyuk und im Austausch für Vladimir Malakhov und ein erstrunden-Draftrecht nach New Jersey ab. Doch auch bei den Devils vermochte er nicht so richtig Fuß zu fassen. Nach 13 Partien mit einer Vorlage riskierten diese, was San Jose noch vermieden hatte, und setzten ihn auf die Waiverliste. Sie hatten Erfolg und kein anderes Team wollte sich seine Rechte sichern, so dass Jim nach Lowell geschickt wurde. Bei den dortigen Devils in der AHL absolvierte er weitere 28 Spiele mit 9 Punkten bei 37 Strafminuten. Vertrag in Chicago, Einsatz in der AHLIm Sommer 2007 war er wieder vertragslos und schloss sich den Chicago Blackhawks an. Doch beim Team aus Illinois, das mit seinen defensiven Toptalenten wie Duncan Keith, Dustin Byfuglien, Brent Seabrook oder Cam Barker vor allem auf die Jugend setzt, konnte er sich erneut nicht etablieren. Er spielt die komplette Saison für das Farmteam aus Rockford in der AHL. Hier jedoch gehört er zu den zuverlässigsten Defensivkräften. Mit 16 Punkten (bei 127 Strafminuten) aus 77 Spielen war er drittbester Verteidiger des Teams. Seine +/- von + 2 gehörte ebenfalls zu den besseren Werten der Mannschaft. Dennoch, die große NHL-Perspektive schien vorbei und somit entschied sich Jim, den Schritt "über den großen Teich" zu gehen und unterzeichnete einen Zweijahresvertrag bei den Pinguinen bis 2010.
Letztes Jahr: Wichtiger Baustein der Pinguine-Verteidigung.

In der vergangenen Saison also ging er in Schwarz-Gelb auf Torejagt. Dabei wusste er mit 5 Toren, 21 Punkten und +6 bei 83 Strafminuten aus 47 Spielen auch absolut zu überzeugen! Wie zuvor schon bei Lynn Loyns erwies sich also auch in seinem Fall ein Tip von Meisterpinguin Christian Ehrhoff (San José Sharks, NHL) als Volltreffer! Mindestens noch bis nächsten Sommer wird der 30-Jährige also unser Team verstärken. Eine weitere gute Saison vorausgesetzt erscheint eine Verlängerung darüber hinaus alles andere als ausgeschlossen...

      


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