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Ein wichtiger Eckpfeiler
für die Defensive der Pinguine wird auch in der kommenden Saison Jim Fahey
sein. Der am 11. Mai 1979 in Boston, Massachusetts (USA) geborene
Verteidiger bringt bei 1,82m Körpergröße ganze 92 kg auf die Waage und
verfügt über die Erfahrung von knapp 100 Einsätzen in der amerikanischen
Profiliga NHL. Als rechts schießender Verteidiger gehört er außerdem zu
einer Gattung, die Teamverantwortliche auf der ganzen Welt stets
händeringend suchen. Jim könnte dadurch auch in der kommenden Saison eine
wichtige Rolle im Powerplay spielen und viel Eiszeit bekommen, zumal das
erste Jahr der Eingewöhnung an europäisches Eishockey jetzt hinter ihm
liegt. Und viele Nordamerikaner blühen bekanntlich erst in ihrer zweiten
Europasaison so richtig auf...
Karrierestart in der
NCAA
Nachdem er im Alter von
18 Jahren seine Highschool-Karriere mit überragenden offensiven Werten (12
Tore und 44 Punkte aus 24 Spielen - als Verteidiger!) so wie vier
Staatsmeisterschaften in Serie (!) abgeschlossen hatte, wählte Jim den Weg
über das College. Hier bieten sich für Sportler in den USA optimale
Bedingungen. Außerdem kann man neben der sportlichen Karriere auch die
Bildung abseits des Eises voranbringen und sich ein zweites Standbein
schaffen. Der Verteidiger blieb seiner Heimatstadt treu und studierte auf
der Northeastern University in Boston Bauingenieurwesen. Für die Huskies,
das Team der Northeastern, war er praktisch vom Start weg Leistungsträger.
Auf Basis seiner starken Highschool-Leistungen allerdings wurde er schon
vor seinem ersten NCAA-Spiel von den San Jose Sharks in Runde 8 an
Position 212 gedraftet! So ging er mit viel Selbstvertrauen auf die
Universität und konnte in der Saison 1998/99 in 32 Spielen auch gleich 5
Tore und 18 Punkte bei 34 Strafminuten verbuchen. Damit war er bereits in
seiner Rookie-Saison zweitbester Verteidiger des Teams. Im folgenden Jahr
dann entwickelte er sich zum eingeschränkten Topdefender des Teams. 36
Einsätze, 3 Tore und 20 Punkte bei 62 Strafminuten lautete seine
beeindruckende Bilanz. Damit lag er um 7 Zähler besser als der zweitbeste
Blueliner des Teams. Diesen Abstand hielt er auch im folgenden Jahr bei.
in wiederum 36 Partien kam er auf 4 Treffer und 27 Zähler, sowie +6, und
gehörte damit schon zu den offensivstärksten Verteidigern der Liga. Diese
Leistung brachte ihm erstmals in seiner College-Karriere eine
Allstar-Nominierung ein. Er wurde ins "Hockey East second Allstarteam"
gewählt und somit als einer der vier besten Verteidiger der Liga
ausgezeichnet!
Etablierung als NCAA
Topstar und Wechsel ins Profi-Lager
In seinem letzten Jahr
für die Huskies dann schaffte er den endgültigen Durchbruch als absoluter
Topspieler. Er kam wiederum in allen der diesmal 39 Spiele seines Teams
zum Einsatz - damit verpasste er in seinen vier College-Jahren nur ganze
zwei Spiele (!) - und wurde mit 14 Toren und 46 Punkten zweitbester
Verteidiger der Liga und Topscorer seines Teams. Seine +/- betrug auch
diesmal +5 und er verbuchte 50 Strafminuten. Diese starken Leistungen
brachten ihm Nominierungen sowohl zum "Hockey East first Allstarteam" als
auch zum "All American first Allstarteam" ein. Noch wichtiger, er war
unter den letzten drei Spielern zur Wahl des "Hobey Baker awards", mit dem
der beste College-Spieler ausgezeichnet wird. Hier unterlag er allerdings
dem heutigen Colorado Avalanche-Verteidiger Jordan Leopold. Es gab sogar
Stimmen beispielsweise in einem NHL-Special des Fernsehsenders FOX, die
ihn an diesem Punkt seiner Karriere mit Ray Bourque, einem der besten
Verteidiger aller Zeiten verglichen! All dies reichte den San José Sharks
aus, um ihn im Sommer 2002 unter Vertrag zu nehmen. Natürlich musste er
sich zunächst seine Sporen in der AHL verdienen. Doch überragende 3 Tore
und 17 Punkte aus nur 25 Spielen für die Cleveland Barons reichten, um ihm
früh im Jahr seine erste NHL-Chance zu verdienen. Und diese nutze er! in
43 Spielen kam er auf ein Tor und 20 Punkte. Damit war er, obwohl er nur
die halbe NHL-Saison absolviert hatte, punktbester Rookie-Verteidiger der
Liga und wurde als Bester Neuling der Sharks ausgezeichnet. Er schien auf
dem Weg zu einem Topstar in der NHL.
Rückschlag nach
Lungenentzündung
Doch schon ganz zu Beginn
der Saison 2003/04 warf ihn eine schwere Lungenentzündung weit zurück. Er
musste sich zunächst wieder in der AHL beweisen, was er auch mit einem Tor
und 19 Punkten aus 32 Spielen durchaus tat. Doch es war schwer für ihn,
wieder in den Kader der Sharks zu kommen. In Tom Preissing, Christian
Ehrhoff und Rob Davison verfügten die Sharks über gleich drei neue, junge
Blueliner, die sich durch gute Leistungen ebenfalls den Platz im Team
verdient hatten. So kam Jim letztlich nur auf 15 Spiele mit zwei Vorlagen.
Natürlich wollte er im Jahr 2004/05 wieder angreifen, doch er kam wieder
nur in Cleveland zum Einsatz. Besonders Ehrhoff und Preissing hatten ihn
hinter sich gelassen und somit nutzten ihm auch seine 4 Tore und 26 Punkte
aus 69 Spielen für die Barons nichts, denn es gab einfach keinen freien
Kaderplatz im NHL-Team. Sogar, sein Spiel wesentlich physischer zu
gestalten (was 146 Strafminuten, der mit Abstand höchste Wert seiner
Karriere beweisen) überzeugte die Verantwortlichen nicht ausreichend.
Dieses Schicksal, dauerhaft in der AHL zu stehen, blieb ihm im folgenden
Jahr aufgrund der Regularien erspart. Die Sharks konnten ihn nicht mehr in
die AHL schicken, ohne zu riskieren ihn über "Waivers", also ohne
Gegenleistung, an ein anderes Team zu verlieren. So war er der 7.
Verteidiger der Kalifornier und kam auf 21 Einsätze in der Saison 2005/06.
Natürlich fehlte ihm vor allem Spielpraxis, so dass er nicht über 2
Vorlagen hinauskam. Dennoch verlängerten die Sharks im Sommer 2006 seinen
auslaufenden Vertrag, gaben ihn allerdings kurz darauf zusammen mit Alex
Korolyuk und im Austausch für Vladimir Malakhov und ein
erstrunden-Draftrecht nach New Jersey ab. Doch auch bei den Devils
vermochte er nicht so richtig Fuß zu fassen. Nach 13 Partien mit einer
Vorlage riskierten diese, was San Jose noch vermieden hatte, und setzten
ihn auf die Waiverliste. Sie hatten Erfolg und kein anderes Team wollte
sich seine Rechte sichern, so dass Jim nach Lowell geschickt wurde. Bei
den dortigen Devils in der AHL absolvierte er weitere 28 Spiele mit 9
Punkten bei 37 Strafminuten. Vertrag in Chicago, Einsatz in der AHLIm
Sommer 2007 war er wieder vertragslos und schloss sich den Chicago
Blackhawks an. Doch beim Team aus Illinois, das mit seinen defensiven
Toptalenten wie Duncan Keith, Dustin Byfuglien, Brent Seabrook oder Cam
Barker vor allem auf die Jugend setzt, konnte er sich erneut nicht
etablieren. Er spielt die komplette Saison für das Farmteam aus Rockford
in der AHL. Hier jedoch gehört er zu den zuverlässigsten Defensivkräften.
Mit 16 Punkten (bei 127 Strafminuten) aus 77 Spielen war er drittbester
Verteidiger des Teams. Seine +/- von + 2 gehörte ebenfalls zu den besseren
Werten der Mannschaft. Dennoch, die große NHL-Perspektive schien vorbei
und somit entschied sich Jim, den Schritt "über den großen Teich" zu gehen
und unterzeichnete einen Zweijahresvertrag bei den Pinguinen bis 2010.
Letztes Jahr: Wichtiger Baustein der Pinguine-Verteidigung.
In der vergangenen Saison
also ging er in Schwarz-Gelb auf Torejagt. Dabei wusste er mit 5 Toren, 21
Punkten und +6 bei 83 Strafminuten aus 47 Spielen auch absolut zu
überzeugen! Wie zuvor schon bei Lynn Loyns erwies sich also auch in seinem
Fall ein Tip von Meisterpinguin Christian Ehrhoff (San José Sharks, NHL)
als Volltreffer! Mindestens noch bis nächsten Sommer wird der 30-Jährige
also unser Team verstärken. Eine weitere gute Saison vorausgesetzt
erscheint eine Verlängerung darüber hinaus alles andere als
ausgeschlossen...
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