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Lange war es eine
Hängepartie und erst Mitte Juli setzte Benedikt Schopper seine
Unterschrift unter einen neuen Vertrag in Krefeld. Der vor allem
körperlich starke Blueliner, der mit 1,88 m Körpergröße und 90 kg Gewicht
absolute Gardemaße aufweist, hoffte lange Zeit auf eine Einladung in ein
NHL-Camp. Doch eine von Verletzungen geprägte vergangene Saison machte ihm
hier wohl einen Strich durch die Rechnung. Die Pinguine griffen dankbar zu
und banden den gebürtigen Weidener weiterhin ans Team. Vor allem durch
seine gute Physis, seine harten Checks und seine Laufstärke wird er auch
in den kommenden mindestens zwei Jahren eine feste Säule der Defensive
sein.
Karrierebeginn in
Weiden
Seine Karriere begann der
am 18.02.1985 geborene Linksschütze bei seinem Heimatclub, dem 1. EV
Weiden. Aus der eigenen Jugend kommend, debütierte er bereits mit 17
Jahren in der ersten Mannschaft. Diese spielte seinerzeit, in der Saison
2002/03, in der Oberliga, gehörte hier aber zu den Spitzenmannschaften.
Benedikt überzeugte durch solide Auftritte, wenn er auch natürlich nicht
mit vielen Punkten von sich Reden machen konnte. Trotzdem kam er in
regulärer Saison (13), Meisterrunde (12) und Playoffs (8) zusammen auf
insgesamt 33 Partien im Team des Aufsteigers. Nebenbei absolvierte er 17
Spiele im Dress des Juniorenteams in der Bundesliga, wo er mit 5 Toren und
9 Punkten durchaus auch durch offensive Qualitäten von sich Reden machte.
Aufstieg in die zweite
Liga
So war es nicht
verwunderlich, dass der erst 18-Jährige in der folgenden Spielzeit 2003/04
auch im Zweitligakader des EV einen festen Platz einnahm. Er absolvierte
42 Spiele und kam dabei mit einem Tor und vier Punkten auch durchaus auf
Zählbares. Außerdem kam er in den Play-Downs zum Einsatz. 8 Partien stehen
hier für ihn zu Buche, in denen er einen Punkt für sich zu verbuchen
wusste. Er trug letztlich dazu bei, dass das Team die Klasse halten
konnte.
DEL-Premiere in
Hannover
Seine starken Auftritte
in der zweiten Liga schon in so jungen Jahren, blieben natürlich auch in
der DEL nicht unbemerkt. Die Hannover Scorpions verpflichteten den damals
19-Jährigen im Sommer 2004. Und auch im DEL-Kader wusste er sich
durchzusetzen. 40 Spiele absolvierte er an der Leine. Dabei zeigte er sich
defensiv stabil und wies mit -1 in der +/- Wertung einen in diesem Team
hervorragenden Wert auf. Lediglich drei Spieler kamen in einem
enttäuschenden Scorpions-Team auf eine positive +/--Statistik!
Einsätze in
Bremerhaven, Kontakt mit Reemt Pyka
So hielt man ihn auch für
die folgende Saison im Kader und Benedikt zeigte sich weiterhin solide. 43
Partien standen am Ende der Saison in der Statistik, in denen er auch
seine erste Vorlage zu verbuchen wusste. Erst spät in der Saison gab man
ihn, nach einigen Nachverpflichtungen, zum Kooperationspartner nach
Bremerhaven ab. Hier traf er auch auf Reemt Pyka, der bei den
Norddeutschen als Co-Trainer tätig war. In 9 Spielen der regulären Saison
blieb er noch ohne Punkt, konnte aber in 12 Playoffspielen immerhin ein
Tor und zwei Punkte verzeichnen.
Wechsel nach Essen,
Etablierung als Leistungsträger
Im Sommer 2006 dann
wechselte er nach Essen und hier entwickelte er sich endgültig zum
Leistungsträger. Nicht nur defensiv überzeugte er, auch im gegnerischen
Drittel wusste er seine Stärken auszuspielen. Letztlich stehen aus 50
Einsätzen hervorragende 7 Tore und 24 Punkte für ihn zu Buche. Damit war
er hinter Carl-Johan Johansson - und noch vor dem zweiten Ausländer in der
Moskitos-Abwehr, Aki Tuominen, zweitbester Blueliner der Mannschaft, die
immerhin die Playoffs erreichte!
Vertrag in Krefeld,
Stammplatz in der DEL
All dies war genug, um
die Pinguine zu überzeugen, ihm einen Vertrag über ein Jahr zuzüglich
einer Option auf eine weitere Saison zu geben. Und Benedikt wusste sich
schnell in Szene zu setzen. Vor allem sein physisch hartes Spiel mit
teilweise krachenden Checks ließ des Öfteren die Herzen der Fans höher
schlagen. Auch zeigte er immer wieder gute Ansätze nach Vorne und wurde
mit starken Pässen und vor allem Schüssen gefährlich. Allerdings dauerte
es ein wenig, bis er sein Offensivspiel auf DEL-Niveau wirklich umsetzen
konnte. Am 9. Dezember allerdings konnte er dann seinen ersten DEL-Treffer
bejubeln! Alles in allem mussten die Pinguine nicht lange überlegen und
zogen die Option auf den kräftigen Aufräumer.
Im vergangenen Jahr dann
avancierte er unter Igor Pavlov zum Leistungsträger und konnte in 36
Spielen ein Tor, 11 Punkte und +2 bei 64 Strafminuten verbuchen.
Allerdings warf ihn zum Jahresende eine langwierige Fußverleztung zurück,
zumal er sich in der Folge auch noch eine Muskelverletzung zuzog. Dadurch
kam er erst kurz vor den Playoffs wieder zurück, nachdem er fast genau 2
Monate verpasst hatte. Diese Verletzung könnte ihn auch die erhoffte
Chance in Nordamerika gekostet haben und so setzte er seine Unterschrift
unter einen neuen Zweijahresvertrag bis 2011. Sein Ziel ist es jetzt, die
Verletzung und die Schlussphase der Saison, als er einige Probleme hatte,
wieder in seinen Rhythmus zu kommen, vergessen zu machen und an seine
starken Leistungen des Saisonbeginns anzuknüpfen. |