König-Palast Krefeld DEL - Deutsche Eishockey Liga

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DEL - Hauptrunde >>> Kader Krefeld Pinguine

 
Name: Patrick Hager
Nation: GER
Geburtstag: 08.09.1988 (21)
Position: Stürmer
Nummer: 52
Grösse: 177 cm
Gewicht: 80 kg
         
  Profil Patrick Hager  
     
 

Kaum ein Spieler verkörpert wohl die vielzitierten "Jungen Wilden in Krefeld mehr als Patrick Hager! Der am 08.09.1988 geborene Stürmer, der in Rosenheim, einer der besten Nachwuchsschulen des Landes, das Eishockeyspielen erlernte, kam im Sommer 2007 nach Krefeld und kannte bis dato nur eine Richtung: Nach oben! Bis in die Nationalmannschaft spülte ihn seine aggressive und erfolgreiche Art Eishockey zu spielen. Trotz seiner mangelnden Körpergröße ist er ein Spieler, der vor keinem Gegner zurückscheut und keinem Zweikampf aus dem Weg geht. Darüber hinaus zeichnet ihn eine Nase für die Position aus, aus der man Tore schießen kann. Kann er seine Entwicklung weiter bestätigen, so könnte er ein Spieler werden, der um die teaminterne Torjägerkrone ringt und in den Rang eines DEL-Stars aufsteigen könnte. Mit seiner giftigen Art bei fehlender Körpergröße und seinen Fähigkeiten vor dem Tor erinnert er manchmal ein wenig an einen anderen Spieler aus dieser Region Deutschlands, der im Rheinland zum Star wurde und auch in Krefeld Spuren hinterließ und sogar Teil des Meisterteams war: Thomas Brandl.

Einstieg in die DNL

Im Jahr 2003 stieg der 1,77 m große und 80 kg schwere Stürmer aus der Schülermannschart ins DNL-Team seines Heimatvereins SB Rosenheim auf. Und vom Start weg zeigte er sich als talentierter Offensivspieler. In 32 Spielen der Saison 2003/04 konnte er immerhin 4 Tore und 15 Punkte verbuchen. Dies sind, zum Vergleich, sehr ähnliche Werte, wie sie André Huebscher in seinem ersten DEL-Jahr hinlegte. Mit 28 Strafminuten war er dabei auch sehr zurückhaltend und fair.

Etablierung als Leistungsträger

Dies sollte sich aber im folgenden Jahr dramatisch ändern! Trotz eher geringer Körpergröße und einer eher schmächtigen Statur für einen Eishockeyspieler entwickelte er eine sehr aggressive Spielweise. Und in einer deutschen Nachwuchsliga führt eine solche zu Strafen. Dies bewirkte, dass er nicht nur mit 15 Toren und 34 Punkten aus 32 Spielen die magische Grenze von einem Punkt pro Spiel zu knacken wusste, sondern mit 146 Strafen auch der Spieler war, der ligaweit die meiste Zeit auf dem „Sünderbänkchen“ abzusitzen hatte! Diese Kombination aus robuster Spielweise und Scoring überzeugte auch die Verantwortlichen der Oberligamannschaft der Starbulls und schon im Alter von 16 Jahren debütierte er in dem Team, das in den 80er Jahren drei Meisterschaften errang. Dabei vermochte er, in seinem ersten Spiel in der Oberliga-Meisterrunde auch gleich, seinen ersten Punkt mit einer Torvorlage zu erzielen.

DNL-Topspieler und weitere Erfahrungen in der Oberliga

Im Spieljahr 2005/06 war er dann einer der absoluten Topspieler der DNL. Nur 25 Spiele absolvierte er, weil er oft in die Oberliga gezogen wurde. Letztlich erzielte er mit 20 Toren und 40 Punkten beinahe ein Tor pro Spiel! Seine Strafzeiten blieben mit 101 unverändert hoch. Doch in den Playoffs zeigte er dann erst richtig, wozu er in der Lage ist: Der Sportbund erreichte das Finale gegen die Mannheimer Adler und einer der Gründe dafür war Patrick Hager! In 7 Spielen erzielte er beeindruckende 6 Tore und 14 Punkte! Außerdem bewies er, dass seine Strafen keinem Mangel an Disziplin entspringen, sondern durchaus seiner Kontrolle unterliegen. Denn er hatte nur 8 Minuten abzusitzen! Darüber hinaus kam er in Meisterschaft und Meisterrunde insgesamt zu 13 Spielen in der Oberliga. Und mit 2 Toren und 5 Punkten wusste er für einen Spieler seines Alters auch durchaus zu überzeugen! Und auch hier beweisen 10 Strafminuten, dass er sich im Zaum zu halten weiß, wenn es darauf ankommt. Zusätzlich nahm er noch an der U-18 Weltmeisterschaft teil. Hier trug er mit einem Tor und 2 Vorlagen auch zum Klassenverbleib der deutschen Junioren teil.

Fester Platz in der Oberliga

In der vergangenen Saison dann war er altersmäßig der DNL entwachsen und kam als vollwertiger Oberligaspieler zum Einsatz. Und er überraschte durchaus positiv! Keiner hätte wohl damit gerechnet, dass ein Spieler, der zu Saisonbeginn noch 17 Jahre alt war, zum drittbesten Scorer des Teams werden könnte. Inklusive Playoffs konnte er in 48 Spielen glänzende 17 Tore und 31 Punkte verbuchen! Darüber hinaus zeigte er sich mit 106 Strafminuten auch unverändert aggressiv. Viele bezeichneten ihn als besten Deutschen Spieler in einem Team, das beispielsweise mit Mondi Hilger immerhin auch einen ehemaligen Leistungsträger der Nationalmannschaft – wenn auch im hohen Alter – aufwies!

Wechsel nach Krefeld

Und so griffen die Pinguine zu und holten den jungen Mann endgültig an den Niederrhein. Er unterschrieb dabei einen Vierjahresvertrag bis 2011. Erwartet wurde allenthalben, dass er sich in der vierten Reihe an die DEL gewöhnen müsse. Doch Patrick dachte nicht daran, sondern empfahl sich mit starken Leistungen, hoher Einsatzbereitschaft und starker Spielübersicht bald für höhere Aufgaben! Letztlich spielte er über weite Teile der Saison in einer Reihe mit Ryan Ramsay und Brian Maloney und kam in dieser Rolle auf starke 9 Tore und 16 Punkte bei +7! Neben 52 Spielen stehen für den Spieler mit der Nummer 52 auch genau 52 Strafminuten zu Buche. Übrigens erzielte er 13 seiner 16 Punkte in den letzten 22 Saisonspielen, nachdem er sich mehr und mehr an die Liga gewöhnt hatte. Gerade in einer Phase also, als das Team große Probleme hatte, übernahm der junge Mann Verantwortung und zeigte sich als echter Leistungsträger.

Schritt in Richtung Leistungsträger

Das vergangene Spieljahr stand also für ihn unter der Überschrift "Bestätigung der Leistungen". Und zu sagen "dies gelang" wäre ein klares Understatement! 15 Tore und 25 Punkte aus 51 spielen katapultieren ihn in beiden Kategorien an Spielern wie Verwey und Pietta vorbei und ließen auch einen Shay Stephenson als Ausländer klar zurück. Er war damit immerhin hinter Stephens, Vasiljevs und Pavlikovsky der viertbeste Torjäger des Teams! 7 Powerplaytore - trotz limitierter Spielzeit in Überzahl - bildeten sogar den Teamhöchstwert! Er ist also tatsächlich auf dem Sprung, ein Leistungsträger zu werden und die Pinguine trugen dieser Entwicklung Rechnung, indem sie seinen Vertrag schleunigst bis 2012 vorzeitig verlängerten! Der nächste Halt könnte also eine Vollzeitstelle in Reihe 1 oder 2 - und möglicherweise die 20 Tore-Marke sein. Das wären sicher keine schlechten Referenzen für einen 21-Jährigen...

 
         
 

 

 
         
         

      


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