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Bereits in seine vierte
Saison im Dress der Pinguine geht der "Methusalem" des Teams, Dusan Milo.
Dabei konnte er sich als einer der komplettesten Verteidiger der Liga
etablieren. Der 176 cm große und 85 kg schwere Blueliner gehörte Jahrelang
zu den besten Verteidigern der Slowakischen Liga und hat eine
beeindruckende Vita vorzuweisen. So verpflichteten ihn die Pinguine im
Sommer 2006 als Stütze in der Defensive. Schon in seiner ersten DEL-Saison
wusste er voll zu überzeugen und erfüllte die durchaus hohen Erwartungen
vor allem defensiv. In den vergangenen beiden Spielzeiten nun entwickelte
er sich auch auf der offensiven Seite zu einem Topdefender, dessen
Qualität vor allem die +/- Statistik zeigt. 2007/08 wies er mit +14 den
zweitbesten Wert des Teams auf, letztes Jahr sogar mit +24 den besten!
Ligaweit musste er nur im "Endspurt" den beiden Eisbären Walker und Quint
(je+25) den Vortritt lassen.
Erste Schritte bei den
Profis
Seine erste Profisaison
spielte der am 05.03.1973 geborene Linksschütze im Alter von 20 Jahren, in
der Saison 1993/94, bei seinem Heimatclub MHC Plastik Nitra. Dabei wusste
er mit einem Tor und 8 Vorlagen in 36 Partien bereits durchaus zu
überzeugen. Ähnlich dann auch seine Ausbeute in der folgenden Saison, als
er in 33 Einsätzen ganze fünf Tore und wiederum 8 Vorlagen für sich
verbuchen konnte. Noch war zu diesem Zeitpunkt allerdings mit –12 eher
mäßig in der Plus-Minus Wertung.
Langsame Etablierung
bei den Profis
Vergleichbar dann auch
die Situation in der folgenden Saison. Wiederum bei Nitra kam er, in 41
Spielen der Extraliga auf 6 Tore und 9 Beihilfen für 15 Punkte bei einer
+/- von –10. In der Saison 1996/97 legte er dann aber vor allem Offensiv
richtig los. Jetzt, mit 23 Jahren, hatte er sein Spiel gefunden und kam
bei 42 Einsätzen auf ganze 8 Tore und 22 Vorlagen für 30 Punkte. Erstmals
konnte er dabei übrigens mit +2 auch eine positive +/- Statistik
vorweisen.
Wellental und
Rekordjahr
Diese Ausbeute konnte er
allerdings im Folgejahr nicht halten. Kam er doch in der Saison 1997/98 in
33 Partien nur noch auf 2 Tore und 10 Beihilfen für 12 Punkte bei –12.
Doch dieses etwas schwächere Jahr war nur ein kurzes „Atem holen“ für
seine bisher wohl stärkste Saison. 1998/99 glichen seine
Scoringstatistiken beinahe denen von zwei Saisons zuvor. Er kam in 50
Partien auf 9 Tore und 20 Vorlagen. Doch in der +/- Wertung erreichte er
rekordverdächtige +92!!! Dass er dabei ein sehr fairer Spieler ist beweist
die Tatsache, dass er diesen Wert mit nur 32 Strafminuten erreichte und
dies den zweithöchsten Wert seiner Karriere bis dato bedeutete!
Erster Vereinswechsel
Diese starke Saison
führte zum ersten Vereinswechsel in seiner Karriere. Doch dieser tat ihm
nicht gut und bei HK 86 Skalica kam er nicht zurecht und erreicht in 56
Einsätzen 4 Tore, 12 Punkte und –4. Folglich „wanderte“ er weiter und
schloss sich HKM Zvolen an. Hier konnte er sich mit einer starken Saison
und 7 Toren und 21 Punkten bei +20 aus 47 Matches nicht nur
rehabilitieren, sondern sich sogar für das Olympiateam 2002 in Salt Lake
City mit allen NHL-Stars qualifizieren! Dort kam er auf 2 Vorlagen und +2
aus 2 Spielen (man schied überraschend früh u.A. gegen Deutschland aus).
Außerdem spielte er ebenfalls die Weltmeisterschaft. Hier konnte er auf
dem Weg zum Weltmeistertitel in Schweden in 9 Spielen 3 Tore und 5 Punkte
erzielen!
Erster Auslandswechsel
Nach diesen
internationalen Auftritten machte er ausländische Interessenten auf sich
aufmerksam und so wechselte er nach MoDo Hockey. Hier spielte er gut, aber
nicht überragend und kam in eineinhalb Saisons auf 6 Tore und 14 Punkten
in 73 Einsätzen. Dann allerdings wurde er unter der Saison nach Lausanne
in der Schweizer Nationalliga A abgegeben. Nicht allerdings, ohne auch im
Jahr 2003 sein Land bei der WM zu vertreten und eine Beihilfe in 9 Spielen
zur Bronzemedaille beizutragen. In der Schweiz dann spielte er 10 Matches
plus nochmals 3 in der Abstiegsrunde. In diesen kam er insgesamt auf 7
Torvorlagen. Trotz dieser durchaus erfolgreichen Auftritte allerdings
kehrte er zu seinem Heimteam zurück.
Zurück „nach Hause“
2004/05 dann kam er
wiederum für Nitra auf 37 Einsätze, 4 Tore und 15 Punkte bei +9. Außerdem
erreichte er in 5 Playoffspielen mit einem Tor und 4 Assists immerhin
einen Punkt pro Spiel! Diese gute Form konnte er dann auch in die
vergangene Saison hinüberretten, als er in 54 Einsätzen 5 Tore und 32
Punkte scorte, womit er zu den Topverteidigern der Liga gehörte. Außerdem
erreichte er mit +32 wiederum einen ganz hervorragenden +/- Wert. Außerdem
bekam er die mit Abstand meisten Strafminuten seiner Karriere. Dass dies
mit 50 Stück immer noch klar unter einer Minute Spiel ist beweist, was für
ein überragend fairer Spieler er ist!
Erstes DEL-Jahr
In seiner ersten
DEL-Saison dann gehörte er für die Pinguine auf Anhieb zu den absoluten
Leistungsträgern. Er war zweitbester Verteidigerscorer des KEV nach
Landsmann Richard Pavlikovsky und seine +/- Bilanz war mit +18 die
Viertbeste im Team hinter wiederum Pavlikovsky, sowie dem Topscorer-Duo
Herberts Vasiljevs und Jan Alinc. So konnte man sich in der Führung der
Pinguine beglückwünschen, ihn mit einem Zweijahresvertrag bis 2008
ausgestattet zu haben, so dass er auch in der vergangenen Spielzeit das
Pinguine-Jersey trug.
Etablierung als Top-5
Verteidiger der Liga
Im folgenden Jahr 2007/08
dann wusste er diese Leistung sogar noch einmal zu steigern! 11 Tore und
42 Punkte aus nur 49 Spielen brachten ihn auf einen geteilten vierten
Platz in der Liga. Rechnet man sein Scoring auf die 56 Spiele hoch, die
alle anderen Topscorer unter den Bluelinern absolvierten, dann hätte er
mit 48 Punkten gar auf einem geteilten zweiten Rang mit Teamkamerad
Richard Pavlikovsky gelegen! 28 Überzahlpunkte (10 Tore) waren dabei sogar
der Spitzenwert der DEL - und das bei einem Spieler im Team mit dem
schwächsten Powerplay der Liga! Doch auch defensiv stand er überragend,
wie seine erneut starke +/- von +14 (Platz 9 der Verteidiger ligaweit)
beweist. Teamintern belegte er Rang 6 unter den Scorern und Platz 2 in der
+/-. Und das alles bei nur 26 Strafminuten! In Fankreisen rechnete
eigentlich jeder damit, dass ein Topspieler dieses Kalibers nicht zu
halten sei. Doch der bodenständige Slowake gewichtete andere Dinge höher
als das bloße Einkommen und setzte im Januar seine Unterschrift unter
einen neuen Dreijahresvertrag, der ihn bis 2011 am Niederrhein halten
wird!
Und so bildete der
sympathische Blueliner auch in der vergangenen Spielzeit zusammen mit
Richard Pavlikovsky, mit dem er sogar gemeinsam in einer Reihe spielte,
das Rückgrat der Pinguine-Defensive. 7 Tore, 33 Punkte und +24 aus 50
Spielen lautete seine starke Ausbeute. Mit 44 Strafminuten war der
"Marathon-Mann" der Pinguine, der oft über 40 Minuten auf dem Eis steht,
auch weiterhin sehr fair und diszipliniert. Die Pinguine verfügen mit ihm
also zweifellos über einen der Topverteidiger der DEL auf beiden Seiten
der Eisfläche. |