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In Roland Verwey verfügen
die Pinguine über einen Spieler, der zu fast jeder Rolle auf dem Eis in
der Lage ist. Der 188 cm große und 102 kg schwere Modellathlet hat die
technischen Fähigkeiten, offensiv ein entscheidender Faktor zu sein,
verfügt aber auch über Physis wie auch Einsatzbereitschaft gleichermaßen,
um seine defensiven Aufgaben hervorragend zu erfüllen. Der deutsche
Nationalspieler - zumindest im Erweiterten Kader steht er noch immer -,
der bereits in seine fünfte Saison bei den Pinguinen geht und als
Alternativ-Kapitän fungiert, ist ein absoluter Leistungsträger im Team des
KEV. Seine professionelle Karriere begann der 27-jährige (27.12.1981)
gebürtige Duisburger beim EV Duisburg, seinem Heimatverein.
Erster Profieinsatz
mit 17
In der Saison 1997/98 kam
er 16-jährig bereits zu seinen ersten beiden Einsätzen im Dress der
Füchse. In der folgenden Saison wechselte er dann zu den Moskitos aus
Essen. Hier kam er allerdings nur zu einem einzigen Zweitligaspiel –
allerdings war er da immer noch erst 17 Jahre alt. So weit hatte er noch
keine Punkte erzielt. Dies änderte sich auch im folgenden Jahr nicht.
DEL-Premiere in Essen
Da konnte er immerhin in
der DEL seine ersten 27 Partien absolvieren. Auch hier blieb er allerdings
noch ohne zählbares Ergebnis. So wurde er in der folgenden Saison noch
einmal zu den Junioren geschoben. Erst in der Saison 2001/02 änderte sich
dies endgültig.
Durchbruch in Iserlohn
Er wechselte zum großen
Konkurrenten der Moskitos nach Iserlohn und konnte hier unter Greg Poss
endlich reguläre Einsatzzeit verbuchen. In 59 Spielen schoss er 2 Tore und
konnte ein weiteres vorbereiten. Somit kam er insgesamt auf 3 Punkte.
Seine Plus-Minus Statistik lag bei –8. Auf den ersten Blick mag dies wenig
überzeugen wirken. Bedenkt man jedoch, dass dieser Wert in einem Team
zustande kam, bei dem nur ein einziger Spieler positiv war (+2) und der
schlechteste Wert –25 betrug relativiert sich dies allerdings
beträchtlich.
Rückschlag im
Spieljahr 2002/03
In der folgenden Saison
2002/03 wollte er sich dann weiter steigern, doch die Saison geriet zu
einem großen Rückschlag. In 52 Einsätzen verbuchte er keine Punkte und
eine +/- von –5 in einem Iserlohner Team, das zu den großen positiven
Überraschungen der Saison zählte und erst am letzten Spieltag die Playoffs
verpasste.
Starke Verbesserung
2003/04
Doch diesen negativen
Trend konnte er in der Saison 2003/04 endgültig umkehren. Mit 5 Toren und
6 Assists für 11 Punkte konnte er seine bis dato beste Saisonleistung
erzielen. Außerdem bildete seine +/- von 0 in einem Team, das großteils
negative Werte hervorbrachte den siebtbesten Wert! Roland präsentierte
sich kampfstark, schnell und defensiv stabil. Nur im Abschluss wirkte er
teilweise etwas unkonzentriert. Dennoch war er aber jetzt endgültig in der
Liga angekommen.
04/05: Persönlicher
Scoringrekord eingestellt
Und dies vermochte er in
der folgenden Saison zu bestätigen. Unter Doug Mason kam er wiederum auf
11 Punkte, diesmal mit 4 Toren und 7 Beihilfen. Allerdings war seine +/-
mit –9 deutlich schwächer als in der Vorsaison. Wieder einmal jedoch
relativiert ein Blick auf das Team diesen Wert. Mit Bryan Adams (+1) war
nur ein einziger Spieler im positiven Bereich und selbst NHL-Star Mike
York landete letztendlich bei –6! Insgesamt hatte sich Roland also im Team
absolut etabliert und darf sich wohl mit gutem Recht als vollwertigen
DEL-Spieler bezeichnen. An diesem Punkt seiner Karriere nun suchte er eine
neue Herausforderung, um sich weiter zu entwickeln. Und so folgte er
seinem bisherigen Co-Trainer Teal Fowler, der das Traineramt bei den
Pinguinen übernahm, in die Seidenstadt. Er unterschrieb beim KEV zunächst
einen Vertrag bis 2006, der jedoch eine Clubseitige Option auf ein
weiteres Jahr beinhaltete.
Offensiver Durchbruch
Hier konnte er gleich zu
Saisonbeginn auf sich aufmerksam machen. Er spielte konsequent, gut mit
dem Körper, zeigte Zug zum Tor und war vermutlich stärkster Pinguin an den
Banden. Doch zunächst kam er vor allem mit defensiven Aufgaben auf das Eis
und dies schlug sich auch in seinem Scoring nieder. Der Wendepunkt war
dann das erste Spiel in Kassel: Die Pinguine kamen überhaupt nicht zurecht
und trotz des von ihm selbst erzielten Führungstreffers lag man zu Beginn
des letzten Drittels mit 1-3 zurück. Doch das Team kämpfte sich, unter
Anderem durch einen starken Roland Verwey, heran und ihm selbst war es mit
einer tollen Aktion vorbehalten, letzten Endes den vielumjubelten 4-3
Siegtreffer zu erzielen. Ab diesem Spiel hatte man ihn auch offensiv auf
der Rechnung und Roland zeigte, dass er hier viel Potential hat. Letztlich
konnte er mit 7 Toren und 17 Punkten auf neue persönliche Bestmarken in
beiden Kategorien aufstellen. Kein Wunder, dass die Pinguine den Vertrag
so schnell wie möglich verlängerten.
Aufstieg zum absoluten
Leistungsträger
So waren die Erwartungen
an ihn vor seinem zweiten Krefeld-Jahr deutlich gestiegen. Dennoch gab es
wiederum kritische Stimmen, die behaupteten, er habe nur ein gutes Jahr
gehabt und werde diese Leistung nicht halten können. Doch Roland blieb bei
seiner ruhigen Art, hart zu arbeiten und es zahlte sich aus! Er wurde
Assistenzkapitän und stellte in jeder statistischen Kategorie persönliche
Rekorde auf! 12 Tore, 15 Vorlagen, 27 Punkte und +1 bedeuteten jeweils
persönliche Bestwerte. Und diese starke Leistung des als Center und
Linksaußen einsetzbaren Stürmers blieb auch Bundestrainer Uwe Krupp nicht
verborgen. In der WM-Vorbereitung bekam er die verdiente Nominierung für
die Auswahl des DEB. Seine Leistungen im Team des ehemaligen NHL-Stars
waren absolut überzeugend. Letztlich scheiterte er auf die denkbar
knappste Weise daran, an der WM teilzunehmen: Er war der Allerletzte, der
aus dem Team aussortiert wurde! Angebote von großen Vereinen hatte er dem
Vernehmen nach genügend vorliegen, doch Roland, der zurecht als
bodenständiger Spieler gilt, entschied sich für die Perspektive, in
Krefeld als Leistungsträger viel Verantwortung übernehmen und sich weiter
entwickeln zu können. Und so unterschrieb er einen neuen Zweijahresvertrag
bis 2009.
Erneute Verbesserung
Die erneut gestiegenen
Erwartungen schienen Roland zu Saisonbeginn ein wenig zu hemmen. An der
Seite von Vasiljevs und Alinc, den offensiv zweifellos besten Akteuren des
Teams, kam er in den ersten Spielen nicht so recht zu Punkten. In den
ersten 11 Spielen erreichte er nur vier Punkte. Jiri Ehrenberger
experimentierte ein wenig mit den Reihen und bald hatte er den richtigen
Platz für den Außenstürmer gefunden! Gemeinsam mit Lynn Loyns und Daniel
Pietta bildete er die über die ganze Saison gesehen vielleicht
konstanteste und kompletteste Reihe im Team. Daniel und er belegten die
Plätze 1 und 3 in der internen +/- Wertung und auch offensiv kam jeder der
Drei auf zweistellige Torezahlen und nur Lynn Loyns scheiterte wegen einer
langen Verletzung an der Marke von 30 Punkten. Letztlich schaffte Roland
es erneut, sich in jeder denkbaren statistischen Kategorie zu steigern! 15
Tore, 17 Vorlagen, 32 Punkte und +11 waren allesamt persönliche
Rekordwerte.
Erster offensiver
Rückschlag
An diese starke Saison
konnte er in der vergangenen Spielzeit nicht ganz anknüpfen. Zwar brachte
er defensiv weiter hervorragende Leistungen und harmonierte auch weiterhin
gut mit Pietta, mit dem er weitgehend zusammenspielte, wie auch seine
erneut verbesserte +/- von +14 beweist, doch im Scoring konnte er an sein
starkes Vorjahr nicht anknüpfen. Letztlich aber sind auch 8 Tore und 24
Punkte durchaus respektabel! Dennoch, der ehrgeizige Außenstürmer wollte
natürlich mehr. Und so wird er ganz sicher auch in der kommenden Saison
alles geben, um sich offensiv wieder zu verbessern und vielleicht eine
neue Rekordsaison zu verbuchen. Wie das aussehen könnte, das bewies er in
den Playoffs, als seine Reihe mit Pietta und Payer die beste der Pinguine
war. 2 Tore und 4 Punkte aus 7 Spielen stellten einen geteilten vierten
Platz im Team dar - gleichauf mit Spielern wie Vasiljevs und Stephens...
Zeit, dies in Krefeld zu erreichen hat er jedenfalls noch, denn sein
Arbeitspapier hat noch eine Laufzeit bis 2011! |