König-Palast Krefeld DEL - Deutsche Eishockey Liga

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DEL - Hauptrunde >>> Kader Krefeld Pinguine

 
Name: André Huebscher
Nation: GER
Geburtstag: 08.01.1989 (21)
Position: Stürmer
Nummer: 61
Grösse: 180 cm
Gewicht: 85 kg
         
  Profil André Huebscher  
     
 

Riefers (18) auf Endraß (19), der weiter zu Huebscher (19) und der drischt die Scheibe zur wichtigen Führung der Pinguine in den Winkel. So geschehen am zweiten Spieltag der Saison 2008/09. Zu einem Zeitpunkt, als die meisten Fans noch diskutierten, ob es nicht vermessen sei, so junge Spieler überhaupt gemeinsam aufs Eis zu lassen ergriffen die Drei ihre Chance mit beiden Händen und bissen sich im Team fest. Und André als der Erfahrenste der Drei übernahm die Verantwortung als Führungsspieler seiner "Bubireihe". Gerade zu Saisonbeginn überrannten die drei mit ihrer Energie und Laufstärke die Gegner buchstäblich. Sie gaben kaum Chancen ab und mussten auch lange, lange Zeit keinen Gegentreffer in dieser Konstellation hinnehmen. Und dabei trafen sie auch noch selbst! André selbst erzielte in den ersten 8 Spielen hervorragende 4 Punkte (2 Tore) und erfüllte seine Aufgabe mehr als gut. Die Fans würdigten dies und das Trio stieg zu ungeahnter Popularität auf. Dass mit Riefers und eben Huebscher noch zwei Jungs in der Reihe standen, die von den Bambini an das KEV-Trikot tragen und niemals für ein anderes Team aufs Eis gingen tat ein Übriges dazu! Für den am 08.01.1989 geborenen waschechten Krefelder war es eine ungemein wichtige Saison, konnte er doch beweisen, dass er die Fähigkeiten hat, in der DEL nicht nur mitzuhalten, sondern auch offensiv Akzente zu setzen. Mit 1,80 m weist er dabei nicht eben Gardemaße auf, doch 85 kg zeigen, dass er auch als etwas kleinerer Spieler über ausreichend Kraft verfügt.

Knabenliga in Grund und Boden gespielt

Schon früh machte er durch außergewöhnliches Talent auf sich aufmerksam. So konnte er beispielsweise schon in der Saison 2001/02 im Knabenalter als überragender Scorer auszeichnen. In 21 Einsätzen in dieser Altersklasse kam er auf unglaubliche 79 Tore und 40 Vorlagen für 119 Punkte! Er schoss also benahe vier Tore im Schnitt!! Kein Wunder, dass er als eine der Stützen des Teams es schaffte, den KEV zur inoffiziellen Knabenmeisterschaft zu führen.

Topscorer bei den Schülern

So erstaunte es nur wenig, dass er direkt nach seinem „Aufstieg“ in die höhere Altersklasse, zu den Schülern, ebenfalls dominant aufzutreten vermochte. 31 Mal kam er im Dress der KEV-Schüler zum Einsatz. Dabei erzielte er insgesamt 46 Tore und 74 Punkte! Beides waren – beinahe müßig zu erwähnen – teaminterne Spitzenwerte. Interessant dabei ist aber, dass von seinen 28 Vorlagen nicht weniger als 20 der erste Assist waren, also der unmittelbare Pass zum Torschützen! Er war es also, der entweder selbst abschloss oder den Mitspieler unmittelbar frei spielte. 8 Siegtore waren ebenso ein teaminterner Spitzenwert wie seine ebenfalls 8 Einschüsse bei numerischer Überlegenheit. Gleiches gilt für seine 15 Punkte in Überzahl und vier Punkte in Unterzahl. Lediglich mit seinen zwei eigenen Tore bei Unterzahl lag er nur auf einem geteilten Spitzenplatz. Er war einer der besten Bullyspieler des Teams, wenn nicht gar der Liga und war immer wieder in der Lage, durch seine überragenden läuferischen und stocktechnischen Qualitäten ein Spiel alleine zu entscheiden. Auch hatte er sich in den Auswahlmannschaften der U-13, U-14 und U-15 in der NRW Stützpunktliga etabliert. So schien es so, als könnte die folgende Saison 2003/04 sein ganz großer Durchbruch werden.

Nach überragendem Start schwere Verletzung

Doch alles kam anders. Zwar startete er die Saison wie man erwarten konnte überragend und machte in den ersten zwei Spielen ganze 9 Punkte (5 Tore), doch dann nahm er wie so oft an einem Auswahlspiel teil. Dabei prallte er so unglücklich mit einem Gegenspieler zusammen, dass eine Ader in seinem Bein platzte. Zunächst ging man von einem normalen Bluterguss aus. Doch als die Schmerzen schlimmer wurden brachte man ihn schließlich doch ins Krankenhaus – und zwar keine Minute zu früh. Eine sofortige Notoperation war nötig, um sein Bein zu retten. Lange fiel er danach aus und brauchte anschließend Zeit, wieder in Form zu kommen und Vertrauen in seinen Körper zu gewinnen.

Gutes Scoring nach der Genesung

So kam er letztlich „nur“ auf 51 Punkte und 27 Tore aus 14 Spielen. Natürlich war dies immer noch bei weitem der beste Wert im Team, was die Punkte oder Tore pro Spiel angeht, doch die knapp 4 Punkte pro Spiel hätte er ohne die schwere Verletzung mit Sicherheit deutlich übertroffen. Nach absoluten Zahlen rangierte er aber dennoch auf Platz 3 nach Punkten und auf Platz zwei nach Toren. 5 Überzahltore waren der drittbeste Wert, 7 Powerplaypunkte gut für einen geteilten zweiten Platz. Bedenkt man die Zahl der absolvierten Spiele und die Schwere der Verletzung, so scheinen diese Werte beinahe unglaublich.

Wechsel in die DNL

Nun jedoch hieß es Abschied nehmen aus dem Schüler-Team. Und André wechselte in die DNL. Hier kam er in ein Team, das just in diesem Sommer fast alle seine Stars verloren hatte. Pietta, Schymainski, Gogulla, drei der besten Scorer der Liga wechselten ins Profilager (die beiden erstgenannten machten gar Spiele bei den Pinguinen), Nils Liesegang schloss sich den Eisbären an und weitere Spitzenspieler mussten die Mannschaft aus Altersgründen verlassen. So gab es für den jungen Neuankömmling kaum erfahrenere Spieler, an denen er sich hätte orientieren können. Hinzu kam eine langwierige Muskelverletzung, die ihn dazu zwang, insgesamt 10 Spiele auszusetzen. Und so war er mit 7 Toren und 17 Punkten letztlich nur sechstbester Scorer im Team.

Gute Vorbereitung im Pinguine-Kader

In der Vorbereitung auf die vorvergangene Saison jedoch konnte er bereits beweisen, dass er in der DNL vor einer großen Saison stünde und, sollte er in der DEL spielen, durch viel Einsatz und hervorragende läuferische und stocktechnische Fähigkeiten durchaus in der Lage sein würde, mitzuhalten. So gehörte er in einigen Vorbereitungspartien sogar durchaus zu den auffälligeren Spielern. Nicht umsonst gaben die Pinguine dem damaligen U-16 Nationalspieler zunächst mit einen 3-jahres-Vertrag bis 2008!

Starkes DNL-Jahr

Letztlich spielte André, dem für die DEL noch ein wenig körperliche Entwicklung fehlte, die Saison fast vollständig in der DNL. Zu Saisonbeginn kam er nur schwer in Tritt und hatte Probleme, mit der großen Verantwortung umzugehen. Gemeinsam mit Danny Fischbach, der ebenfalls im DEL-Kader stand, sollte er ein Team führen, dessen Talentlevel in der Tiefe des Kaders im Ligavergleich eher als unterdurchschnittlich zu bezeichnen war. Und die beiden großen Stars der Mannschaft wollten zeigen, dass sie bereit dazu sind. Doch zumeist wollten sie zu viel, wollten auf eigene Faust die Spiele gewinnen und hielten die Scheibe letztlich zumeist den entscheidenden Moment zu lange. So war André nach einem runden viertel der Saison nur im Mittelfeld der ligaweiten Scorer zu finden. Doch nach einigen starken Spielen Ende Oktober bis Anfang November explodierte er förmlich und setzte zu einer Punkteausbeute an, mit der ab diesem Punkt nur noch der Mannheimer Ligatopscorer Frank Mauer (78 Punkte) mithalten konnte. André legte Topspiele in Serie hin und wurde schließlich mit 55 Punkten aus 34 Spielen zweitbester Scorer der Liga! Seine 26 Einschüsse waren der drittbeste Wert knapp hinter dem Mannheimer Garten (27) und eben Mauer und seine 29 Vorlagen bedeuteten einen geteilten fünften Platz. Dabei bewies das Verhältnis von erstem zu zweitem Assist (19:10), dass er auch hier zumeist derjenige war, der ganz unmittelbar das Tor einleitete. Seine 7 Überzahltore waren ebenso teaminterner Spitzenwert wie seine drei Unterzahltore (geteilter 5 Platz ligaweit). Letztlich kann man also sagen, dass André ohne jede Frage der dominante Spieler des KEV-Teams und einer der überragenden Spieler der Liga war. Und das, dies gilt es zu beachten, als ein Spieler des jüngeren 89-er Jahrgangs!

Fest im DEL-Team

So ging er mit viel Selbstvertrauen in die Vorbereitung der Saison 2006/07! Leider aber war der Kader so klein, dass er in der DEL selten zum Einsatz kam, da es fast nie vollständige vier Reihen gab. Dennoch aber wusste er seine wenige Eiszeit zu nutzen! Drei Tore konnte er erzielen und das, sensationell für einen Spieler seines Alters, waren allesamt wichtige Treffer! In Hannover schoss er einen zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer, in Iserlohn traf er in beiden Spielen zu Führungstoren! Wenn er also seine Chance bekam, dann wusste er diese auch zu nutzen. Und das ein oder andere Mal vergaben auch seine Mitspieler durchaus vielversprechende Pässe des Nachwuchsstürmers. Überraschend auch, dass er mit +3 eine starke +/- aufweist und sogar, wenn auch bei äußerst geringer Anzahl, mit 3:2 eine positive Bullybilanz aufweist.

Erneut Pech mit der Kadergröße

So ging er voll motiviert in die Vorbereitung für die Saison 2007/08 und legte im Sommertraining noch einmal Einiges an Muskelmasse zu. Er war bereit für die Saison und begann an der Seite von Maloney und Ramsay stark. Noch aber waren die Reihen nicht gefunden und gerade Alexander Selivanov wurde mit mehreren Nebenleuten ausprobiert. Unter anderem nahm er so auch Andrés Platz an der Seite der beiden Kanadier ein. So stand für diesen nur noch die vierte Reihe offen. Doch aufgrund eine zu kleinen Kaders wurde diese oft gar nicht gebildet, weil die nötigen Mitspieler fehlten. So erklärt sich, dass er letztlich seine Vorjahreswerte nicht bestätigen konnte und nur auf 2 Vorlagen kam. Dennoch aber zeigte er sich hochmotiviert und zuverlässig, wenn er gebracht wurde.

Endlich Stammspieler!

Seine große Stunde schlug, wie oben bereits angesprochen, dann endlich unter Igor Pavlov. André zeigte sich als Spieler, der für unglaubliche Energie sorgen kann, der niemals die Füße still hält, der technisch über gute Fähigkeiten verfügt und folglich auch durchaus auf DEL Niveau Punkte und Tore erzielen kann. Nachdem seine Reihe mit Riefers und Endraß allerdings durch starke Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hatte wirkte sich das sogar etwas nachteilig aus. Endraß wurde, als Verletzungen kamen, zeitweise in die zweite Reihe gezogen. Riefers musste streckenweise als Verteidiger aushelfen. Und so ging die Chemie der Reihe etwas verloren. In der zweiten Saisonhälfte sank damit etwas das Selbstvertrauen und, ob der Aufwendigen Spielweise, vielleicht auch etwas die Kraft und folglich auch die Plus-Minus Statistik. Hatte er in der Spitze bei +8 gelegen, so war es am Ende noch +1. Konnte er in den ersten 20 spielen noch 7 Punkte (4 Tore) erzielen, so war es in den letzten 21 nur noch eine Vorlage... Dennoch, André hat den Sprung zum DEL-Spieler geschafft! Jetzt gilt es, diese Leistung auch unter Martin Jiranek zu bestätigen. Und es wäre doch schön, wenn die derzeitige Situation mit vier "echten Krefeldern" im Kader (Huebscher, Pietta, Riefers, Keussen) noch länger als bis zu seinem Vertragsende im kommenden Sommer Bestand hätte....

 
         
 

 

 
         
         

      


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