König-Palast Krefeld DEL - Deutsche Eishockey Liga

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DEL - Hauptrunde >>> Kader Krefeld Pinguine

 
Name: Daniel Pietta
Nation: GER
Geburtstag: 09.12.1986 (23)
Position: Stürmer
Nummer: 86
Grösse: 186 cm
Gewicht: 88 kg
         
  Profil Daniel Pietta  
     
 

Wer sind eigentlich die ganz jungen, die für eine Förderlizenz verfügbaren Spieler der Pinguine? Riefers (19), Huebscher (20), Endraß (20), Akdag (19), Keussen (18), Pietsch (18), Kovacic (22) oder auch Hager (20) kommen den Meisten hier in den Sinn. Oder auch Sebastian Schwarz (23), der seine erste Saison für unser Team spielt. Doch kaum älter als die Erstgenannten - und sogar ein halbes Jahr jünger als Schwarz ist Daniel Pietta! Doch das Krefelder Eigengewächs blickt bereits auf DEL-Spiele in 6 Spielzeiten, auf zu Saisonbeginn 231 Spiele, 35 Tore und 84 Punkte in der Eliteliga unseres Landes zurück. Daher sehen ihn viele Fans bereits als "fertigen Spieler". Doch trotz aller Erfahrung, Daniel ist noch immer ein extrem junger Spieler! Viele Spieler seines Alters - siehe Schwarz - verfügen noch über wenig bis gar keine DEL-Erfahrung. Der 1,82 m große und 90 kg schwere Stürmer aber hat schon eine Saison mit über 30 Punkten, sowie zwei Jahre mit zweistelliger Torausbeute hinter sich! Ist er also Talent oder etabliert? Ein bisschen von Beidem wohl! Er ist ein gestandener DEL-Spiel mit noch viel Entwicklungspotential. Und darüber hinaus, wie er in den letztjährigen Playoffs als bester Torschütze und zweitbester Scorer des Teams einmal mehr belegen konnte, ein ausgemachter "Düsseldorf-Killer". Eigentlich auch selbstverständlich für einen gebürtigen Krefelder, der am 09.12.1986 eben hier das Licht der Welt erblickte und beim KEV sämtliche Nachwuchsmannschaften durchlaufen hat.

Premiere in der DNL

Zur Saison 2001/02 kam der am 9.12.1986 geborene Allrounder in die DNL. Bei den Schülern hatte er sich mit einem Meistertitel verabschiedet und bildete nun in der deutschlandweiten Nachwuchsliga eine Reihe mit dem ein Jahr älteren Torjäger Christian Schlesiger und dem gleichaltrigen Martin Schymainski. Dabei avancierte er als Center dieser Reihe zu einem der besten Scorer der Liga und kam mit 65 Punkten (25 Toren) auf den zweiten Teaminternen Platz hinter dem älteren Schlesiger. Dabei bildeten die drei eine der besten Reihen der Liga, hatten allerdings den körperlich größeren Stürmern des SC Riessersee, allesamt in ihrem letzten DNL-Jahr, in den Playoffs nichts entgegen zu setzen. Somit endete die erfolgreiche „Rookie“-Saison des Daniel Pietta mit einem dritten Platz und einem etwas enttäuschenden Viertelfinal-Aus.

Leistungsträger im Folgejahr

Im folgenden Jahr erwartete man dann viel von ihm und auf den ersten Blick wird man enttäuscht. Er konnte sein Scoring nicht ausbauen, sondern verschlechterte sich auf 55 Punkte (22 Tore). Doch beim zweiten Blick offenbart sich die Aussage dieser Werte erst richtig! Er spielte nämlich nicht mehr, wie noch im Vorjahr, Center der ersten Reihe, sondern wurde als Verteidiger eingesetzt! Außerdem entstammen diese Punkte sogar wesentlich weniger Partien, 32 an der Zahl, so dass er seinen Punkteschnitt von 1,58 auf 1,71 steigern konnte! Unter den Verteidigern der Liga bedeutete dies mit weitem Abstand den besten Wert! Zweitbester Verteidiger nach Punkten wurde der Riesserseer Kastner, der gerade einmal auf die Hälfte der Punkte kam! Die Rolle als Verteidiger spielte er defensiv meist verlässlich und war offensiv immer für ein Solo oder einen tollen Pass gut. Ab und an trainierte er auch schon mit den Pinguinen und konnte sich so an den Umgang mit den größeren und physisch stärkeren Spielern gewöhnen.

DEL-Premiere mit 16 Jahren!

In der Saison 2003/04 konnte Daniel dann erste Schritte in der DEL gehen. Trainer Goring berief ihn erstmals während eines Pokalspiels gegen Hamburg in den Kader und mit gerade 16 Jahren konnte der Youngster voll überzeugen! Er verbuchte zwar keine Punkte, gehörte aber zu den besten Spielern auf dem Eis. Respektlos, mit intensivem Körperspiel und guten, technisch ausgereiften Aktionen vermochte er das Publikum zu begeistern. Darüber hinaus kam er zu fünf weiteren DEL-Spielen in dieser Saison, blieb jedoch dabei weiterhin ohne Punkte.

Kapitän und einer der besten Spieler der gesamten DNL

Den Löwenanteil der Saison bestritt der Rechtsschütze in der DNL. Hier wurde er aufgrund eines Überangebotes im Sturm und seiner reifen, defensiv verantwortungsvollen Spielweise, seiner guten Spielübersicht und einem für DNL-Verhältnisse schon überragenden Schusses – und weil er in der Vorsaison in dieser Roller zu überzeugen wusste – weiter in der Verteidigung eingesetzt. Er interpretierte diese Rolle naturgemäß weiter sehr offensiv und setzte wie in der Vorsaison des Öfteren zu gefährlichen Soli á la Christian Ehrhoff an. Letztlich wurde er so fünftbester Scorer der Jungpinguine und sechstbester Scorer ligaweit. Zu beachten ist dabei aber, dass er auf nur 29 Einsätze kam. Die vor ihm liegenden Spieler jedoch hatten bis auf den Mannheimer Gawlik alle mindestens 36 Partien aufzubieten. So war er nach Punkteschnitt betrachtet mit 28 Toren, 35 Vorlagen und 63 Punkten sowohl bester KEV-Scorer als auch bester KEV-Torjäger und in beiden Kategorien auch Nr. 2 ligaweit! Wohlgemerkt: Eingesetzt als Verteidiger! Er führte das DNL-Team als Kapitän auf Platz zwei der Liga. Leider schied man allerdings in den Playoffs als hoher Favorit in zwei Spielen gegen Köln aus.

Mit Förderlizenz nach Duisburg, Durchbruch zum Leistungsträger in Liga 2.

Daniel war nun zu alt für die DNL und wechselte nach Duisburg in die zweite Liga. Zuvor jedoch startete er zum zweiten Mal nach 2003 mit Deutschland bei der U-18 B-WM und gehörte hier zu den dominanten Spielern des Turniers. In 5 Partien kam er auf 8 Einschüsse, 11 Punkte und +5! In der Ruhrmetropole benötigte er zunächst einige Wochen, sich an das höhere Tempo der Profiliga zu gewöhnen. Anfangs der Saison war er nur selten auf den Anzeigetafeln zu finden, doch ab dem Jahreswechsel war dieser Gewöhnungsprozess ganz eindeutig abgeschlossen. Er wurde von Spiel zu Spiel stärker und erarbeitete sich sogar in entscheidenden Situationen wie 5-3 Überzahl oder den letzten Wechseln eines Spieles Eiszeit. So kam es, dass sein Punkteschnitt in der zweiten Saisonhälfte sich einem Punkt pro Spiel deutlich annäherte. Letztlich beendete er die Saison somit bei 9 Toren und 19 Punkten aus 46 Spielen. Dass er dabei auch vor intensivem Körperspiel nicht zurückschreckt beweisen außerdem 75 Strafminuten. Dabei gilt allerdings festzuhalten, dass er selten "dumme" Strafen nimmt, sondern seinen Körper sehr bewusst einsetzt. Dies wiederum belegt die Tatsache, dass er sein Strafenkonto in den erfolgreichen Duisburger Playoffs deutlich verringern konnte! Nur noch 6 Minuten stehen hier aus 12 Spielen zu Buche - ebenso wie ein Tor und vier Vorlagen! In der DEL kam er leider dennoch wenig zum Einsatz. Nur bei 6 Spielen wurde er mitgenommen und bekam dabei nur wenig Eiszeit.

Fester Kaderplatz bei den Pinguinen

Im Jahr 2005/06 dann spielte er fest im Team der Pinguine. Dabei zeigte er auch bei seinen Einsätzen zumeist gute Leistungen. Er wirkte physisch präsent und auch durchaus sicher im Passspiel und mit gefährlichen Aktionen zum Tor. Leider war ihm das Glück im Abschluss zumeist nicht hold, so dass er trotz vieler Chancen letztlich nicht über drei Tore und 6 Punkte hinaus kam. Doch seine Stärke deutet allein seine +/-Statistik von +4 an! Leider spielten die Pinguine aufgrund des engen Kaders zumeist mit nur drei Reihen. Dadurch blieb seine Eiszeit zumeist gering, da Trainer Fowler lieber den etablierten Spielern vertraute.

Etablierung in der DEL

Im Spieljahr 2006/07 schaffte er es endgültig, sich in der DEL festzusetzen. Zwar gab es immer noch Spiele, in denen er wenig oder gar keine Eiszeit hatte, weil man weiterhin nicht auf volle vier Reihen kam und somit speziell die jungen und unerfahrenen Spieler sitzen mussten, aber wenn er gefordert war erfüllte er seine Aufgaben bravourös! Auch muss man beachten, dass er erst 19 Jahre alt war! Somit absolvierte er in einem Alter, in dem viele andere Spieler erst ihre ersten Schnuppereinsätze in der Liga bekommen, schon sein zweites volles Profijahr! Doch selbst ohne diese Komponente lesen sich seine Erfolge durchaus gut. Als Spieler, der vor allem in den hinteren Reihen, vordringlich mit Defensivaufgaben betraut, zum Einsatz kam, erzielte er in 51 Spielen 5 Tore, 18 Punkte und sogar +7! Zum Vergleich: der hochgelobte Berliner Gawlik (32/6/12/-3) oder sogar der bei Köln in der ersten Reihe (!) spielende Gogulla (44/8/21/-1) wiesen trotz wesentlich besserer Rahmenbedingungen und offensiverer Aufgaben keine merklich besseren Werte auf – in der +/- war er sogar der Beste dieser Gruppe Gleichaltriger.

Steigerung zum Leistungsträger

So ging er hochmotiviert in die Saison 2007/08. Und er erwischte ein Jahr, das für einen Spieler seines Alters beinahe schon sensationell zu nennen ist! 11 Tore, 21 Vorlagen und 32 Punkte, sowie +16 waren eine Ausbeute, die in jeder einzelnen Kategorie ganz deutlich persönliche Rekorde darstellte! Und erneut lohnt durchaus ein Vergleich mit Kölns Philipp Gogulla, der allenthalben als kommender NHL-Spieler gesehen wird: Dieser kam ebenso auf 11 Tore, allerdings auf 44 Punkte. Dabei muss man aber bedenken, dass er eine Reihe mit Top-Torjäger Ivan Ciernik bildete und viel Eis in Überzahl bekam! Daniel spielte letztlich in einer eher defensiv ausgerichteten Rolle in der dritten Reihe und seine Mitspieler zusammen trafen nicht annähernd so oft wie Ciernik allein. Außerdem bekam er über die ganze Saison nur wenige Einsätze in Überzahl! Eingedenk dieser Tatsachen kann man sagen: Selbst offensiv steht Daniel dem hochgewetteten Kölner nur wenig - wenn überhaupt - nach. Seine Defensivleistungen - wie bewiesen durch die bessere +/- (Gogulla kam auf +11) - waren tendenziell sogar eher überlegen.

leichte "Konsolidierung"

Eine leichte Verschnaufpause musste er sich im vergangenen Spieljahr von der Rekordjagd der Vorsaison nehmen. "Nur" die Zahl der geschossenen Tore wusste er auf 13 zu steigern. Darüber hinaus stellten 23 Punkte und +14 zwar immer noch starke Werte, aber keine weitere Steigerung dar. An der Börse nennt man so etwas wohl "leichte Konsolidierung" nach einer langen Rekordhatz. Nun also will er zeigen, dass dieses Jahr ein kleiner Ausrutscher war und er sich noch weiter zu steigern vermag. Wobei natürlich sehr Vieles auch davon abhängt, in welcher Rolle und mit welchen Nebenleuten er aufs Eis geht. Immerhin kam er letztes Jahr auch streckenweise als Verteidiger zum Einsatz. Seine Sache machte er dabei hervorragend - doch das Scoring leidet darunter naturgemäß etwas. Wohin also geht die Reise für ihn? Die Saison wird es zeigen. Und für die Fans der Pinguine, aber auch die Verantwortlichen, geht schon früh das Hoffen los, dass Daniel auch weiterhin gern "seinem Verein" treu bleibt und sich im Sommer, wenn sein Vertrag ausläuft, nicht aus der Seidenstadt verabschiedet....

 
         
 

 

 
         
         

      


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